Predigt

"Angesteckt mit der Flamme der Liebe …“

Kernsätze für ein praktisches Christentum

Predigttext1. Johannes 1,5-2,6 (mit exegetischer Einführung)
Kirche / Ort:Hamburg
Datum:17.06.2018
Kirchenjahr:3. Sonntag nach Trinitatis
Autor:Pastor Christoph Kühne

Predigttext: 1. Johannes 1,5-2,6 (Übersetzung nach Martin Luther)

1,1 Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – 2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist –, 3 was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei. 5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. 6 Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. 8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 10 Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

2:1 Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. 2 Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. 3 Und daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. 4 Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht. 5 Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. 6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat.

Eigene Übersetzung Christoph Kühne

1 Johannes 1,5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch weitergeben: Gott ist Licht, und Finsternis ist nicht in ihm, keinerlei! 6 Wenn wir sagten, wir hätten Gemeinschaft mit ihm und wandeln in der Finsternis, (dann) lügen wir und tun nicht die Wahrheit; 7 wenn aber im Licht wir wandeln, wie er selbst im Licht ist, (dann) haben Gemeinschaft wir mit einander (Var: ihm), und das Blut Jesu (Var: + Christus), seines Sohnes, reinigt uns von jeglicher Sünde. 8 Wenn wir sagten, wir hätten keine Sünde, (dann) täuschen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, (dann) ist er „treu“ und gerecht, sodass er uns die Sünden vergibt und uns von jeglicher Ungerechtigkeit reinigt (Var: Futur!). 10 Wenn wir sagten, wir hätten nicht gesündigt, (dann) machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. 2,1 Meine Kinder, das schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Doch wenn einer gesündigt hat, (dann) haben wir einen Anwalt vor dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; 2 und er selbst ist Sühnung für unsere Sünden, nicht nur für unsere allein sondern auch für (die) der ganzen Welt. 3 Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben, dass wir seine Gebote halten. 4 Wer sagt: Ich kenne ihn - und hält seine Gebote nicht, (der) ist ein Lügner, und in ihm ist nicht die Wahrheit (Var: + des Gottes); 5 wer aber sein Wort hält, dann ist wahrhaftig in ihm die Liebe Gottes zur Vollendung gekommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. 6 Wer sagt: Er bleibt in ihm, muss, wie jener (auf Erden) gewandelt ist, auch selbst so (Var: entf.) wandeln.

Erste Gedanken beim Lesen des Predigttextes

Eine Diskussion über christliches Leben in Form eines Dialogs: Sünde und Gerechtigkeit, Licht und Finsternis, im Lichte wandeln. Große Begriffe, in Kurzform geschrieben. Keine ausformulierte Theologie, sondern Kernsätze für ein praktisches Christentum. Das paulinische en christoo, Leben „in Christus“, klingt an. Erreichen wir mit diesen Gedanken heutige Hörer?

Anmerkungen zum Text

1J1,7 Cod Alexandrinus (V), Tertullian e.a. betonen die Gemeinschaft mit ihm, Gott. Die Vulgata ergänzt Jesus mit Christus. 9 Cod. Alex. stellt die Reinigung in Aussicht. 2,4 Cod. Alex. betont die Wahrheit Gottes. 6 Lat. Handschriften lassen den Verweis auf einen jesusgemäßen Lebenswandel weg. Der Text ist gut überliefert. Cod. Alex. betont die Beziehung zu Gott, während 1 Joh das Leben der Glaubenden miteinander hervorhebt. 1 Joh ist ca. 100 n.Chr. in Syrien oder Kleinasien entstanden.

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