Predigt

"Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden …"

Heiliger Abend - Hoffnung, die nicht aufgeben möchte

PredigttextJohannes 3, 16 - 21
Kirche / Ort:St. Martinskirche / Spenge
Datum:24.12.2016
Kirchenjahr:Christvesper
Autor:Pfarrerin Brigitte Janssens

Predigttext: Johannes 3, 16 – 21 (Übersetzung nach Martin Luther, Revision 1984)

16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

Überlegungen zu einer „klingenden“ Predigt

Es ist mehr die nahezu poetische Sprache des Johannes-Evangeliums, die die Weihnachtsbotschaft für alle Sinne zum Klingen bringt, als die dualistische-polarisierende Denkstruktur, die auch im Predigttext hörbar wird. Dennoch bietet mir das Johannes-Evangelium 2 Anknüpfungspunkte für den Heiligabend:

Über allen Tages des Christfestes steht der Vers: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“(Joh 1, 14). Darin ist die Weihnachtsbotschaft derart konzentriert und doch verständlich zusammengefasst, dass sie die weihnachtliche Gemeinde in all ihren Erwartungen und Gestimmtheiten – auch mit allen Sinnen – erreicht: nicht nur im biblischen Wort, vor allem auch in den Worten und Klängen der vertrauten Lieder in den zumeist musikalisch reich gestalteten Gottesdiensten. In besonderer und ganz eigener Weise trifft für die homiletische Situation der Gottesdienste am Heiligen Abend Beides zu: „das Wort ward Fleisch“, und: „das Wort wurde Musik“, Klang, in den ich mich hinein nehmen lasse, in den ich einstimme, den ich zu meinem eigenen Lied werden lasse, das mich auch im Alltag begleiten und tragen will.

Der 2. Anknüpfungspunkt ist die besondere Nacht, in der Nikodemus auf Jesus trifft. Mit seiner existentiellen Frage „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“(Joh 3, 4) sind für ihn dieselben Sehnsüchte und Hoffnungen auf Heil und heiles Leben verknüpft, die auch die Menschen umtreiben, die im Lukas-Evangelium zur Krippe kommen, die am Heiligen Abend in die Kirche kommen. Und es ist Begegnung mit Jesus, dem Retter der Welt und eines jeden Menschen, der aus einer nächtlichen Begegnung eine Heilige Nacht werden lässt.

Aus beiden Anknüpfungspunkten ergibt sich für die Predigt, dass sie immer wieder durchzogen wird von den Klängen vertrauter Weihnachtslieder, die – nur zart von der Orgel eingespielt – nachklingen sollen als Weihnachtsbotschaft und die auch über den Gottesdienst hinaus zurückbegleitet ins eigene Leben und in den Alltag der Welt.

Lieder:

"Fröhlich soll mein Herze springen" (EG 36) "Stille Nacht" (EG 46) "Ich steh an deiner Krippen hier" (EG 37) "Weil Gott in tiefster Nacht erschienen" (EG 56) "Hört der Engel helle Lieder" (EG 54) "O du fröhliche" (EG 44)

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