Predigt

Geist, der bewegt

Mit dem Guten im eigenen Umfeld anfangen

PredigttextGalater 5,25-26;6,1-3.7-10
Kirche / Ort:Schornsheim/Udenheim(Rheinhessen)
Datum:16.09.2012
Kirchenjahr:15. Sonntag nach Trinitatis
Autor:Pfarrer Kurt Rainer Klein

Predigttext: Galater 5,25-26;6,1-3.7-10 (Übersetzung nach Martin Luther, Revision 1984)

Galatians 5:25 - 6:10 25 Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln. 26 Laßt uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden. LUT Galatians 6:1 Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. 2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. 3 Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. (4 Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern. 5 Denn ein jeder wird seine eigene Last tragen. 6 Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten.) 7 Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. 8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. 9 Laßt uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. 10 Darum, solange wir noch Zeit haben, laßt uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Auf dem Weg zur Predigt

Ich lese bei Paulus im Galaterbrief: „Ihr aber, …, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern.“ (5,13) Die Werke des Fleisches benennt Paulus in 5,19-21, die Frucht des Geistes in 5,22f. Für Paulus ist das ganze Gesetz in dem einen Wort erfüllt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ (5,14) Diese Liebe verbietet es, nach eitler Ehre zu trachten, einander herauszufordern oder zu beneiden. Sie legt es aber nahe, Menschen, die von einer Verfehlung ereilt wurden, mit Sanftmut wieder zurecht zu helfen. Man bedenke immer, dass man ja auch selbst in der Versuchung steht und dieser jederzeit erliegen könnte. Die Last des Anderen zu tragen heißt, ihn in seiner Verfehlung anzunehmen und zu lieben, statt sich in Selbstüberheblichkeit davon abzugrenzen und sich als etwas Besseres zu erachten. Diese Haltung erliegt meist der Täuschung, mehr zu sein als man in Wirklichkeit darstellt.

Die Gemeinde Christi ist kein Kreis von Perfekten, sondern eine Gemeinschaft In-Versuchung-Stehender. „Wenn wir im Geiste leben, so lasst uns auch im Geiste wandeln“, sagt Paulus. Nur so ist Gemeinschaft möglich, wenn die gegenseitige Liebe und Achtung das Tun und Trachten des Einzelnen bestimmt und nicht seine egoistische Geltungssucht darüber steht. In dem Bild von Säen und Ernten betont Paulus, dass wir im Nicht-müde-Werden des Guten tun das Gesäte auch ernten werden. Wenn er vom Guten tun „allermeist aber an des Glaubens Genossen“ spricht, meint das zunächst das Gute tun an denjenigen Menschen, die um uns herum sind, mit denen wir es täglich zu tun haben, die uns am ehesten auf den Geist gehen.

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Heinz Janssen
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