Predigt

Gesät statt gestorben

Neue Rede von Sterben, Tod und Grab

PredigttextPsalm 126
Kirche / Ort:Johanneskirche / Mannheim - Feudenheim
Datum:26.11.2017
Kirchenjahr:Letzter Sonntag des Kirchenjahres
Autor:Pfarrerin Dorothee Löhr

Predigttext: Psalm 126 (Übersetzung nach Martin Luther - Neue Perikopenordnung)

1 Ein Wallfahrtslied. Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. 2 Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Dann wird man sagen unter den Heiden: Der HERR hat Großes an ihnen getan! 3 Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. 4 HERR, bringe zurück unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Südland. 5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6 Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Psalm 126 – Eine Meditation

Es kommt ein Tag nach allen Tagen dieser alten Erde Tag des Herrn genannt an dem Gott Schluss machtSchluss macht mit der Macht der Mächtigen über die Angst der Schwachen

Schluss macht mit dem Weinen der Kinder weil die Mutter kein Brot hat

Schluss macht mit dem Stöhnen der Gefolterten und dem Sadismus ihrer Peiniger

Schluss macht mit dem Gleichgewicht des Schreckens und dem Verbrennen seiner guten Erde

Schluss macht mit der Verachtung der Wahrhaftigen und den gemeinen Intrigen der Lügner

Schluss macht mit der Verfolgung seiner Kinder und den Verhören in der Nacht

Dann wird unsagbare Freude sein wird helles Lachen herrschen wird an reichen Tischen gegessen werden Menschen lallen vor Glück werden wir sein wie die Träumenden

Jetzt schon träumen wir von diesem Land mit wachen Sinnen in guter Hoffnung

üben wir Zukunft ein widerstehen der Bosheit und verkündigen sein Heil.

(aus: Johannes Hansen, Nach dem Dunkel kommt ein neuer Morgen - Psalm-Meditationen, S. 62)

Vorüberlegungen zu Liturgie und Predigt

Die neue Perikopenordnung schlägt für den Ewigkeits-Sonntag Ps 126 vor. Spätestens seit der Feudenheimer Reformations-Aktion „Luther macht den Friedhof bunt“ am AllerHeiligenTag, sind so viele Menschen, Schulklassen und Trauernde auf dem Friedhof gewesen, dass ich die Chance ergriffen habe, dem alten Text aus Lk 12,42-48 auszuweichen und den neuen Text auszuprobieren mit Hilfe der bildlichen Poesie der Lutherübersetzung und einem schönen Zitat.

Die Lutherbretter sind von Schülern ausgesuchte und gestaltete Trostworte von Martin Luther – mit bunten Farben auf 2 m hohe Bretter gemalt und mit Draht an die Bäume gebunden.

Wallfahrt, Erntedank, Rückruf – das sind die drei Einfälle, die in Zusammenhang mit dem Lutherzitat hoffentlich auch ohne die Lutherbretter an anderer Stelle für die Verkündigung tragfähig werden könnten.

Lieder

"Morgenglanz der Ewigkeit" (EG 450) "Von guten Mächten" (EG 65) "Wachet" auf (EG 147)

Eingangsgebet

Du Gott der Lebenden und der Toten, in deinem Namen haben wir uns versammelt. Wir denken heute an die Menschen, die uns vorangegangen sind. Wir danken dir, dass wir sie im Leben für eine Weile begleiten durften und bitten dich, stärke uns und gewähre uns eine Zuflucht bei dir, wenn uns Gedanken verfolgen an das, was wir versäumt haben oder anders hätten machen sollen. Erinnere uns, dass auch unser Leben endlich ist, und dass unsere Zeit in deinen Händen steht! Mit all unseren verworrenen Gedanken, Fragen und Zweifeln flüchten wir uns zu dir und bitten: Kyrie eleison

Tagesgebet

Gott, du Tröster, unser Wissen ist Stückwerk und wir verstehen oft nicht, was du uns sagen willst mit dem, was wir erfahren und erleben. Mach uns offen für dich und dein Wirken, mach uns trotz allem zu Zeugen deines Friedens, deiner Gerechtigkeit und deiner Liebe. Das bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn, der mit dir und dem Hl Geist lebt und wirkt in Ewigkeit.

Lesung: Offbarung 21,1-7

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Heinz Janssen
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