Predigt

Gottes(bilder)

Die biblischen 10 Gebote atmen den Geist der Freiheit

Predigttext2.Mose / Exodus 20,1-17
Kirche / Ort:Melanchthonkirche / Mannheim-Neckarstadt / Ev. Landeskirche in Baden
Datum:29.09.2013
Kirchenjahr:18. Sonntag nach Trinitatis
Autor:Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca

Predigttext: 2.Mose / Exodus 20,1-17 (Übersetzung nach Martin Luther, Revision 1984)

1 Und Gott redete alle diese Worte: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. 8 Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 13 Du sollst nicht töten. 14 Du sollst nicht ehebrechen. 15 Du sollst nicht stehlen. 16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

(Vgl. Einheitsübersetzung, 1980)

Exegetische Hinweise

Der Dekalog hat eine Sonderstellung innerhalb der Tora. Ex 20 stimmt fast wörtlich überein mit Dtn 5. Nach Dtn 9,10 sprach Gott diese Zehn Worte direkt aus dem Feuer, ohne Vermittlung des Mose wie die sonstige Tora. Die Zählung der Gebote differiert zwischen den Katholiken und Lutheranern, den Reformierten und den Juden. Der Dekalog unterscheidet sich von den Gesetzestexten seiner Umwelt. Ex 20 ist nicht die Wiedergabe eines Gesetzbuches. „Das vorangestellte ‚nicht’ bedeutet kein einfaches Verbot (‚morde nicht’), sondern stellt fest, daß es (unter einer bestimmten Voraus-setzung) für den Angesprochenen diese Handlungsweise nicht nur nicht geben soll, sondern nicht geben wird“ (Willi-Plein, S. 135). Die apodiktischen Rechtsätze ohne Strafandrohung beschreiben das Liebesverhältnis des leidenschaftlichen Gottes (Ex 20,5) zu seinem Volk: Da Gott sein Volk befreit hat (Ex 20,2) und liebt, wird es im Volk Mord, Ehebruch, Raub, Rechtsbeugung und Neid einfach nicht geben (Willi-Plein, S. 138). - Literatur: Ina Willi-Plein, Das Buch vom Auszug – 2. Mose, Neukirchen-Vluyn 1988, S. 133-141.

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