Predigt

„Siehe …“

Gott lässt unerwartet neues Leben entstehen

PredigttextLukas 1,26-38
Kirche / Ort:Hamburg
Datum:23.12.2018
Kirchenjahr:4. Sonntag im Advent
Autor:Pastor Christoph Kühne

Predigttext: Lukas 1,26-38 (Übersetzung nach Martin Luther, Revison 2017)

Die Ankündigung der Geburt Jesu

26 Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, 27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. 28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! 29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? 30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. 31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. 32 Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, 33 und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. 34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? 35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. 36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. 37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. 38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Erste Gedanken beim Lesen

Ein vertrauter Text. Dargestellt in vielen Bildern. Ich muss mich zwingen, genau hinzuschauen. Eine Jungfrau, eine junge Frau, ein Mädchen, bekommt Besuch von einem Engel. Der moderne Mensch hält hier bereits inne. Kann das sein? Und dann geschieht das Einverständnis: Siehe, ich bin des Herren Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Viele Phantasien haben sich an diese Szene geheftet. Und doch bleibt diese Begegnung „heilig“, besonders. Was ist hier eigentlich geschehen? Wie würde Lukas heute schreiben? Alles liegt in der Zukunft: die Empfängnis, der Name des Kindes, die Geburt. Was lernen wir heute über die Bedeutung von Sexualität? Was sollen wir unseren Kindern heute über Sexualität beibringen? Ist nicht diese Perikope ein Skandal, den man heute anzeigen würde?

(Eigene Übersetzung Christoph Kühne:)

Aber im 6. Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt Galiläas mit Namen Nazareth, zu einer Jungfrau, verlobt mit einem Mann, namens Joseph, aus dem Hause David, und der Name der Jungfrau (war) Mariam. Und er ging zu ihr hinein und sprach zu ihr: Sei gegrüßt, Begnadete, der Herr (ist) mit dir. Aber sie war ob des Wortes verwirrt und überlegte bei sich, was das für eine Begrüßung sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Mariam! Denn du hast vor Gott Gnade gefunden. Und siehe: du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du wirst seinen Namen JESUS heißen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott, der Herr, wird ihm „den Thron Davids“, seines Vaters geben, „und er wird regieren“ über das Haus Jakob „in Ewigkeit“, und seines Königtums wird kein Ende sein.

Aber Mariam sprach zu dem Engel: Wie wird dies sein, da ich keinen Mann (er-) kenne?

Und der Engel gab ihr zur Antwort: Heiliger Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich beschatten; deshalbwird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottesgenannt werden. Und siehe: Elisabeth, deine Verwandte (Frau des greisen Zacharias) - auch sie ist schwanger geworden mit einem Sohn in ihrem Alter, und dies ist der 6. Monat für sie, die als unfruchtbar galt; denn nichts ist unmöglich bei Gott.

Mariam sprach: Siehe, (ich bin) die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.

Und es ging von ihr der Engel.

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