Predigt

Wege zum Glauben

Gott weiß viele Tausend Wege, um Menschen zum Ziel ihres Lebens zu führen

Predigttext1. Timotheus 1,12-17 (mit exegetischer und homiletischer Vorbemerkung)
Kirche / Ort:St. Thomas-Kirche / Lübeck
Datum:07.07.2019
Kirchenjahr:3. Sonntag nach Trinitatis
Autor:Pastor em. Hans-Dieter Krüger

Predigttext: 1. Timotheus 1,12-17 (Übersetzung nach Martin Luther)

12 Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, 13 mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. 14 Es ist aber desto reicher geworden die Gnade unseres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. 15 Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. 16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, dass Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. 17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.

Vorbemerkung zum Predigttext

Es ist naheliegend, auf die Bekehrung des Paulus einzugehen und ähnliche Erlebnisse aus alter und neuer Zeit zu berichten. Peter Haigis hat sich im Pfarrerblatt (5/1919, S. 272) mit diesem Thema zu Recht kritisch auseinandergesetzt und davor gewarnt, solche oder ähnliche Bekehrungen als Vorbild für einen christlichen Lebensweg verbindlich zu machen.

Darum stelle ich die Frage: „Wie bin ich zum Glauben gekommen?“ Hilfreich ist der Hinweis, dass Gott für jeden einen individuellen Weg hat, ihn zum Ziel seines Lebens zu führen. Darin möchte ich die Predigthörererinnen und Predigthörer bestärken.

Zentrum des Textes ist aber die Deutung der Gestalt Jesu als den, der in die Welt kam, um Sünder selig zu machen. Das wird durch das Evangelium vom „verlorenen Sohn“ und die weiteren Texte, die diesem Thema verwandt sind, sehr schön entfaltet.

Ich habe versucht, den Rat von P. Haigis umzusetzen: „… in der Predigt kann es helfen, den „Sündenbegriff“ weit zu fassen und die Gebrochenheit menschlichen Lebens insgesamt in den Blick zu nehmen: Schuld ist nur EIN Aspekt, Zweifel oder Ängste sind weitere“.

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