Predigt

Wunderbarer GOTT

In Jesus Christus leuchtet uns das Antlitz des Gottes Israels entgegen

PredigttextJosua 3,5-11+17
Kirche / Ort:14943 Luckenwalde
Datum:11.01.2015
Kirchenjahr:1. Sonntag nach Epiphanias
Autor:Pfarrer em. Dr. Ulrich Kappes

Predigttext: Josua 3,5-11+17 (Übersetzung nach Martin Luther, Revision 1984)

Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der HERR Wunder unter euch tun. Und zu den Priestern sprach er: Hebt die Bundeslade auf und geht vor dem Volk her! Da hoben sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk her. Und der HERR sprach zu Josua:Heute will ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: Wie ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein. Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich:Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen. Und Josua sprach zu den Israeliten:Herzu! Hört die Worte des HERRN, eures Gottes! Daran sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist und dass er vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter: Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers über alle Welt wird vor euch hergehen in den Jordan. ... Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.

Gedanken zum Predigttext

In der Neuordnung der gottesdienstlichen Texte stellt Josua 3, 5 – 11 + 17 ein Novum dar. Er ist in keiner der bisherigen Perikopenordnungen enthalten und fehlt selbst in den „Predigthilfen“, Altes Testament, von Wilhelm Stählin (Kassel 1959). Der Grund für die Auswahl dieses Textes könnte jahreszeitlich, nicht kirchenjahreszeitlich, bedingt sein. Die Gemeinde steht am 1. Sonntag nach Epiphanias am Jahresanfang. Sie hat „hinüberzuschreiten“ an das andere Ufer des Jahres. Die ersten Wochen des Jahres sind Wochen des Überganges. Sie wird der rettenden und bergenden Macht Gottes versichert.

Predigerin und Prediger betreten Neuland. Problematisch ist, dass das geschehene Wunder der Verwandlung des Jordan nicht bedacht, sondern kommentarlos geschildert wird. Das irritiert. Zum anderen ist das Faktum der Befreiung und Errettung Israels in der Metapher des Hochwassers (Vers 15b) wieder gegeben. Das stellt eine abgeschwächte Wiederholung des Schilfmeerwunders dar. Nur fehlt Josua 3 der Hintergrund vom „Sklavenhaus in Ägypten“ und seinem gewalttätigen „Pharao“, Bilder, die sich weitaus einfacher übertragen lassen als „Hochwasser“. Das ist aber das beherrschende Bild dieses Textes und bei dem bin ich geblieben, habe die Bilder von Sklaverei und Untergang, die sich leicht mit Ägypten und Pharao verbinden, außen vor gelassen.

Einen Christusbezug zu dem atl. Text versuchte ich über die 1. These der Barmer Erklärung und das Lebensbild F. v. Bodelschwingh’s herzustellen. Ich weiß, dass das eine Grundsatzfrage ist. Nach meiner Erfahrung wird das aber von der Gemeinde erwartet.

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Heinz Janssen
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