“Was glaubt ein Christ?”

Josef Schmidt u.a. (Hg.)

Was glaubt ein Christ? Zentrale Fragen des Christentums einfach beantwortet, Academia-Verlag Baden-Baden 2022, gebunden 209 S. 22,– €, ISBN 978-3-98572-016-

Es gibt sehr viele Stimmen zum christlichen Glauben. In einem seiner vielen Interviews sagte Harald Schmidt den kurzen Satz: „Ich glaube einfach.“ Da fragt man doch gleich: Ja, was glaubt Schmidt da konkret? Und: ist glauben so einfach? Zum Kanon oft zitierter Worte etwa zählt Karl Rahners „Glauben heißt: die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten.“

Das hier anzuzeigende Glaubensbüchlein zeigt anhand zwölf prononcierter, akademischer Stimmen (S. 207-209 listet die zehn Männer und zwei Frauen) die innerchristliche Weite des Gottes- und Glaubensbegriffes, des Schöpfungverständnisses, des evangelischen, katholischen und orthodoxen Marienbildes, der Botschaft Jesu, seinem Leiden und seiner Auferstehung; gleich vier Beiträge handeln von Taufe und Eucharistie. Wie kaum anders zu erwarten, kommt vieles zur Sprache, vieles aber auch nicht. Von Charles Glocks fünf Dimensionen des Glaubens kommt leider nur die erste (Glaubensaussagen, Bekenntnis/se, Dogmen), also die fides quae creditur zur Sprache. Insgesamt geht es um die genannten Inhalte des christlichen Glaubens, nicht um andere, grundsätzliche Fragen wie etwa die eingangs genannte Aussage Rahners.

Glaubenszweifel oder viele Fragen / Probleme gibt es den zwölf Autoren nach nicht. „In diesem Buch soll versucht werden, verständliche, nachvollziehbare Antwort auf einige der zentralen Fragen des Christentums zu geben.“ heißt es programmatisch im Vorwort (S. 9) So ist es ein kleines Buch, das trotz der Vorbehalte – in Auswahl oder als Ganzes – für Gesprächs-, Haus- und Diskussionskreise zu Grunde gelegt werden kann, durchaus aber auch im Religionsunterricht der Oberstufe verwendet werden kann.

Gerhard Maier

 

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