Predigten zum Stichwort: Himmelfahrt

Drüben am Horizont berühren sich Himmel und Erde

Es ist eine uralte Sehnsucht der Menschen, die Welt in guten Händen zu wissen

Predigttext: Lukas 24,44-53
Kirche / Ort: Aachen
Datum: 21.05.2009
Kirchenjahr: Christi Himmelfahrt
Autor/in: Pfarrer Manfred Wussow
Ich weiß noch, wie bunt ich mir als Kind die Himmelfahrt Jesu vorstellte. Eine richtige majestätische „Auffahrt“. Keine kleinen Schritte, keine mühsamen Treppenstufen. Die Jünger haben verdutzte Gesichter, stehen mit halboffenen Mündern und zugekniffenen ‚Augen da. Ich war natürlich klüger als sie. Dass Jesus die Kurve kratzte, beunruhigte mich nicht weiter. Der Himmel ist eben so weit weg und so unendlich groß. Im Religionsunterricht lernte ich dann später das Lied: „Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig“. Ich sah dann im Himmel einen Thron und Jesus darauf sitzen. Die Vorstellung gefiel mir. Sie machte mich auch groß. So ein König – toll! Da sollte doch die ganze Welt einmal erstarren. Wer alles auf Knien rutschen sollte, wusste ich auch. Wie gut, dass ich nie darüber geredet habe – peinlich?

„Wenn der Himmel in unsre Nacht fällt…“

Himmelfahrt ist kein exklusives Erlebnis Jesu, sondern auch uns zugedacht

Predigttext: Lukas 24,44-53
Kirche / Ort: Aachen
Datum: 21.05.2009
Kirchenjahr: Christi Himmelfahrt
Autor/in: Elisabeth Matthay
Das wissen wir alle, was das ist und wie das ist: Abschiedsschmerz. "Scheiden tut weh", sagt der Volksmund. Abschiede, Trennungen gehören zu den traurigen Erfahrungen in unserem Leben. Wir würden sie gern vermeiden. Abschiednehmen fällt schwer, weil es bestätigt, daß etwas zu Ende gegangen ist. Eine Leere, vielleicht eine Ratlosigkeit wird spürbar oder eine Traurigkeit, die nur schwer auszuhalten ist. Um Abschied geht es auch im heutigen Evangelium, das von der Himmelfahrt Jesu erzählt. Jesus nimmt Abschied von seinen Jüngern.