Predigten zum Stichwort: Jesus

Heimholung

Manche Probleme verlangen nach ungewöhnlichen Lösungen

Predigttext: Markus 2,1-12
Kirche / Ort: Lukaskirche 79594 Inzlingen
Datum: 18.10.2009
Kirchenjahr: 19. Sonntag nach Trinitatis
Autor/in: Pfarrerin Dr. Silke Obenauer
Noch sehe ich ihn vor mir, seine Matte zusammengerollt in der Hand, ein Strahlen geht über sein ganzes Gesicht. Überglücklich und dankbar sieht er aus. Das Bild des Gelähmten nach seiner Heilung, von Kees de Kort in meiner Kinderbibel gemalt, es steht mir noch vor Augen wie vor vielen Jahren. Die Heilung des Gelähmten gehört zum Standardinhalt einer christlichen Kinderbibel und ist uns wohl allen gut bekannt. Wie das oft so ist bei bekannten Geschichten – man denkt häufig: Da ist doch alles klar. Natürlich läuft die Geschichte so ab, wie sie abläuft: Der Gelähmte wird zu Jesus gebracht – was auch sonst? Jesus heilt – was sollte er auch Anderes tun? Lassen Sie uns deshalb heute Morgen einen neuen Blick auf diese bekannte Geschichte werfen. Lassen Sie uns ein Gedankenspiel wagen: Was wäre geschehen, wenn diese Geschichte anders gelaufen wäre, als wir sie kennen? Hören wir diese Geschichte also dreimal mit einem jeweils anderen Ausgang.

Hilfe vor Ort ist gefragt

Ein „Konfliktlösungsmodell“, wie Gräben überwunden werden können

Predigttext: Lukas 10,25-37
Kirche / Ort: Berlin Friedrichshain
Datum: 06.09.2009
Kirchenjahr: 13. Sonntag nach Trinitatis
Autor/in: Pfarrer Mag. theol. Ulrich Hutter-Wolandt
Ein Mensch – so erzählt es Jesus – ging von Jerusalem nach Jericho, eine Strecke von rund 27 Kilometern, wofür er ca. sechs Stunden damals brauchte. Der Weg führt durch den Wadi Kilt, eine lange, steile Schlucht in der Gebirgswüste Judas. In den Felsenhöhlen dieser Schlucht verbargen sich oft jüdische Widerstandskämpfer, die Soldaten der römischen Besatzungsmacht aus dem Hinterhalt überfielen. Aber sie überfielen hin und wieder auch, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, Durchreisende und nahmen ihnen Nahrungsmittel oder Wertgegenstände ab. Diese Widerstandskämpfer bezeichnet das Neue Testament als „Räuber“, weil räuberisches Handeln zu ihrer Lebensweise gehörte.

Ist Jesus der Samariter für uns?

Wie muss ich leben, damit mein Leben gelingt und ich in Ewigkeit vor Gott bestehen kann?

Predigttext: Lukas 19,25-37
Kirche / Ort: Lübeck
Datum: 06.09.2009
Kirchenjahr: 13. Sonntag nach Trinitatis
Autor/in: Pastor em. Heinz Rußmann
Predigt Liebe Gemeinde! „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Aufatmen könnt ihr und frei sein!“ Mit diesen Worten lädt Jesus bis heute Menschen ein. Unzählige Christen sind zu ihm gekommen und gehen mit ihm. Viele haben ihn abgelehnt und folgen eigenen Zielen. Viele haben Jesu Worte gehört oder gelesen und ringen darum, ob sie die Einladung einnehmen wollen oder nicht? Zu solchen Zweiflern gehört auch der Schriftgelehrte im Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter.

„Ich muss ihm doch helfen, es tut ihm weh“

Die Liebe zu den Mitmenschen bewahren und Erbarmen zeigen - im Augenblick zählt nichts anderes als das zu tun, was die Not gebietet

Predigttext: Lukas 10,25-37
Kirche / Ort: Emden
Datum: 06.09.2009
Kirchenjahr: 13. Sonntag nach Trinitatis
Autor/in: Dipl.-Theol. Pfarrerin Christiane Borchers
Zwischen Jerusalem und Jericho liegt der Weg der Barmherzigkeit. „Er jammerte ihn.“ Das ist die Begründung, weswegen der Samariter hilft. Er lässt sich die Not des am Boden Liegenden zu Herzen gehen. Er hat Mitleid mit einem Geschundenen, beugt sich nieder und hilft ihm auf. Das wünschen wir uns auch, dass uns einer hilft, wenn wir am Boden liegen. Das wünschen wir uns auch, dass sich einer zu uns hernieder beugt, wenn wir unten sind. Das wünschen wir uns auch, dass sich jemand um unsere Not kümmert, wenn alle anderen vorüber gegangen sind. Das müsste doch das Selbstverständlichste von der Welt sein, dass dem, wenn einer verletzt am Boden liegt, sofort geholfen wird, sobald es ein Mensch merkt.

Gesandt in den neuen Tag

Aus der Bewegung um Jesus, den Nazarener, ist eine Kirche entstanden, auch unsre Kirche

Predigttext: Matthäus 16,13-19
Kirche / Ort: Lübeck
Datum: 01.06.2009
Kirchenjahr: Pfingstmontag
Autor/in: Pastor Christoph Kühne
„Wer bin ich für Euch?“ um diese Frage, liebe Gemeinde, soll es heute am Pfingstmontag gehen. Und wir werden fragen, wie pfingstlich eigentlich diese Frage ist. „Wer bin ich für Euch?“ fragt Jesus seine Jünger. Die Evangelisten schildern eine Situation – fern ab von „den Leuten“, vielleicht den 4000 bis 5000, die eben noch auf dem Berge gespeist wurden und jetzt unterwegs zu ihren Dörfern sind und vielleicht schweigend miteinander gingen, vielleicht sich austauschend über das, was sie erlebt haben: das Wunder, dass alle satt wurden, und den Mann, der um das tägliche Brot gebeten hat, und ob da eben nicht der Himmel auf Erde war.

Beten im Namen Jesu

Um eine Welt bitten, in der Ostern sich ausbreiten kann

Predigttext: Johannes 16,23b-28.33
Kirche / Ort: Heddesheim / Evangelische Landeskirche in Baden
Datum: 17.05.2009
Kirchenjahr: Rogate (5. Sonntag nach Ostern)
Autor/in: Pfarrer Dr. Herbert Anzinger
Der heutige Sonntag trägt den Namen „Rogate“; das heißt auf Deutsch: „Betet“. Vorausgegangen sind an den beiden letzten Sonntagen die Aufforderungen zum Jubeln und zum Singen. Die Freude über das, was an Ostern geschehen ist, soll zum Ausdruck kommen. Mitten in unserer Todeswelt hat Gott die Tür zum Leben weit aufgestoßen. Jesu Auferstehung zeigt: Gottes Liebe ist stärker als der Hass der Welt.

„Cantate“

Von Jesus lernen wir, was es bedeutet, auf Gottes Wegen zu singen, zu beten und zu gehen

Predigttext: Matthäus 11,25-30
Kirche / Ort: Emden
Datum: 10.05.2009
Kirchenjahr: Kantate (4. Sonntag nach Ostern)
Autor/in: Dipl.-Theol. Pfarrerin Christiane Borchers
„Cantate“ – Singt! So lautet die Aufforderung an diesem Sonntag. Nicht umsonst sind heute Chöre eingeladen, um mit ihren Stimmen den Jubelgesang über Gott und sein Werk, das er uns Menschenkindern in Jesus Christus offenbart hat, anzustimmen und gemeinsam mit dem Gemeindegesang zum Klingen zu bringen. Wo gesungen wird, herrscht Gemeinschaft. Der Gesang im Gottesdienst, begleitet von dem warmen vollen Klang der Orgel, verschafft ein Gefühl der Verbundenheit untereinander und mit Gott. Cantate – Singt!

Welcher Stimme folge ich?

Die Schwachen stärken, die Kranken heilen, die Verwundeten verbinden, die Verirrten zurück holen, die Verlorenen suchen ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt

Predigttext: Johannes 10, 11-16 (27-30)
Kirche / Ort: St. Martinskirche, 32139 Spenge
Datum: 26.04.2009
Kirchenjahr: Miserikordias Domini (2. Sonntag nach Ostern)
Autor/in: Pfarrerin Brigitte Janssens
Ein vertrautes Bild, ein Bild, das Geborgenheit vermittelt, durchzieht den heutigen Gottesdienst in seinen Lesungen, Gebeten und Liedern. Das „Bild vom guten Hirten“, der für seine Schafe sorgt, sie leitet und schützt, soll das Ausmalen, was sich hinter dem Namen des heutigen Sonntags verbirgt: Misericordias Domini - übersetzt heißt das: Erbarmen Gottes.