Predigten zum Stichwort: Samariter

Hilfe vor Ort ist gefragt

Ein „Konfliktlösungsmodell“, wie Gräben überwunden werden können

Predigttext: Lukas 10,25-37
Kirche / Ort: Berlin Friedrichshain
Datum: 06.09.2009
Kirchenjahr: 13. Sonntag nach Trinitatis
Autor/in: Pfarrer Mag. theol. Ulrich Hutter-Wolandt
Ein Mensch – so erzählt es Jesus – ging von Jerusalem nach Jericho, eine Strecke von rund 27 Kilometern, wofür er ca. sechs Stunden damals brauchte. Der Weg führt durch den Wadi Kilt, eine lange, steile Schlucht in der Gebirgswüste Judas. In den Felsenhöhlen dieser Schlucht verbargen sich oft jüdische Widerstandskämpfer, die Soldaten der römischen Besatzungsmacht aus dem Hinterhalt überfielen. Aber sie überfielen hin und wieder auch, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, Durchreisende und nahmen ihnen Nahrungsmittel oder Wertgegenstände ab. Diese Widerstandskämpfer bezeichnet das Neue Testament als „Räuber“, weil räuberisches Handeln zu ihrer Lebensweise gehörte.

Ist Jesus der Samariter für uns?

Wie muss ich leben, damit mein Leben gelingt und ich in Ewigkeit vor Gott bestehen kann?

Predigttext: Lukas 19,25-37
Kirche / Ort: Lübeck
Datum: 06.09.2009
Kirchenjahr: 13. Sonntag nach Trinitatis
Autor/in: Pastor em. Heinz Rußmann
Predigt Liebe Gemeinde! „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Aufatmen könnt ihr und frei sein!“ Mit diesen Worten lädt Jesus bis heute Menschen ein. Unzählige Christen sind zu ihm gekommen und gehen mit ihm. Viele haben ihn abgelehnt und folgen eigenen Zielen. Viele haben Jesu Worte gehört oder gelesen und ringen darum, ob sie die Einladung einnehmen wollen oder nicht? Zu solchen Zweiflern gehört auch der Schriftgelehrte im Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter.

„Ich muss ihm doch helfen, es tut ihm weh“

Die Liebe zu den Mitmenschen bewahren und Erbarmen zeigen - im Augenblick zählt nichts anderes als das zu tun, was die Not gebietet

Predigttext: Lukas 10,25-37
Kirche / Ort: Emden
Datum: 06.09.2009
Kirchenjahr: 13. Sonntag nach Trinitatis
Autor/in: Dipl.-Theol. Pfarrerin Christiane Borchers
Zwischen Jerusalem und Jericho liegt der Weg der Barmherzigkeit. „Er jammerte ihn.“ Das ist die Begründung, weswegen der Samariter hilft. Er lässt sich die Not des am Boden Liegenden zu Herzen gehen. Er hat Mitleid mit einem Geschundenen, beugt sich nieder und hilft ihm auf. Das wünschen wir uns auch, dass uns einer hilft, wenn wir am Boden liegen. Das wünschen wir uns auch, dass sich einer zu uns hernieder beugt, wenn wir unten sind. Das wünschen wir uns auch, dass sich jemand um unsere Not kümmert, wenn alle anderen vorüber gegangen sind. Das müsste doch das Selbstverständlichste von der Welt sein, dass dem, wenn einer verletzt am Boden liegt, sofort geholfen wird, sobald es ein Mensch merkt.