Predigt

Alte Tugend Demut

Alles aus Gnade

PredigttextLukas 18,9-14 (mit Einführung)
Kirche / Ort: Lutherkirche Datteln / Düsseldorf
Datum:16.08.2026
Kirchenjahr:11. Sonntag nach Trinitatis
Autor:Pfarrer Norbert Deka

Predigttext: Lukas 18,9-14 (Übersetzung nach Martin Luther, Revision 2017)

Der Pharisäer und der Zöllner

9Er sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. 12Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

Einführung zur Predigt

Der 11. Sonntag nach Trinitatis greift die alte Tugend der Demut auf und stellt die Gnade Gottes in den Mittelpunkt. Was wir sind, sind wir nicht aus eigener Kraft, sondern aus Gottes Gnade.

Der Wochenspruch des 11. Sonntags nach Trinitatis stellt eine These in den Raum. (In der Gemeinde, in der ich die Predigt halte, ist es üblich, den Wochenspruch schon zu Beginn des Gottesdienstes zu nennen.) Ich greife diese These zu Beginn der Predigt auf. Das Evangelium erläutert und bestärkt diese These. Davon lasse ich mich leiten und frage nach Konsequenzen für heute.

Für eine intensivere exegetische Auseinandersetzung mit dem Text verweise ich auf den Beitrag von Reinhard Feldmeier und Kerstin Menzel in der Reihe „Exegese für die Predigt“ der Deutschen Bibelgesellschaft, an deren Gedanken ich mich hier orientiere (https://www.die-bibel.de/ressourcen/efp/reihe2/11-nach-trinitatis-lukas-18, abgerufen im August 2026).

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Heinz Janssen
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