Predigt

Es ist mehr möglich, als du glaubst...

Ostern - Einladung, auf Gottes Möglichkeiten zu vertrauen

Predigttext1. Korinther 15,20-28 (mit Einführung)
Kirche / Ort:Lutherische Stadtkirche / Wien
Datum:05.04.2026
Kirchenjahr:Ostersonntag
Autor:Pfarrerin Julia Schnizlein

Predigttext: 1. Korinther 15,20-28 (Übersetzung nach Martin Luther, Revision 2017)

20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.  21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.  22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.  23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird;  24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt.  25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.  27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.  28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem.

Exegetisch-homiletische Einführung

Der Predigttext aus 1. Korinther 15,20–28 steht im Zusammenhang einer Auseinandersetzung des Paulus mit Zweifeln in der Gemeinde von Korinth. Einige bestreiten die Auferstehung der Toten. Paulus setzt dem kein abstraktes Argument entgegen, sondern knüpft an das gemeinsame Bekenntnis an: Christus ist auferweckt. Von diesem Glauben her entfaltet er die Konsequenz: Wenn Christus auferstanden ist, dann gilt diese Hoffnung auch für die Glaubenden.

Zentral ist dabei das Bild vom „Erstling“: Christus ist der Erste, an dem sichtbar wird, was allen verheißen ist. Auferstehung erscheint so nicht als isoliertes Ereignis, sondern als Anfang einer neuen Wirklichkeit, in der der Tod seine letzte Macht verliert.

Die Predigt greift diesen Gedankengang auf und verbindet ihn mit Erfahrungen von Grenzen und vermeintlichen Unmöglichkeiten – historisch (Elise Richter) und existenziell. Ostern wird so als Durchbruch verständlich: als Infragestellung dessen, was wir für endgültig halten, und als Einladung, auf Gottes Möglichkeiten zu vertrauen.

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Heinz Janssen
Heidelberger Predigt-Forum