Predigt

Wertschätzung

Was wirklich zählt

PredigttextLukas 19,1-10 (mit Einführung)
Kirche / Ort:SRH, Heidelberg
Datum:06.09.2026
Kirchenjahr:14. Sonntag nach Trinitatis
Autor:Pfarrer Dr. Harald Pfeiffer

Predigttext: Lukas(Übersetzung nach Martin Luther, Revision 2017)

1Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch. 2Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. 3Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt. 4Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen. 5Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. 6Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. 7Da sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt. 8Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. 9Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. 10Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Homiletische Bemerkungen

Die Predigt wendet sich an eine bunt gemischte Zuhörerschaft aus der gesamten Rhein-Neckar-Region: Rheinland-Pfalz, Kurpfalz, Hessen, Odenwald. Es sind (ehemalige) Mitarbeiter/innen aus dem SRH Unternehmen, wo ich seit 19 Jahren ehrenamtlicher Seelsorger und Trompeter (bei Geburtstagen, Trauungen, Taufen, bei Jagdanlässen, Straßenfesten und Trauerfeiern) bin.Hinzu kommen Gäste aller Konfessionen aus verschiedenen Heidelberger Stadtteilen.

Nicht wenige Zuhörer/innen – unter ihnen Kirchenferne, Skeptiker, Zweifler – tragen ihre seelischen Lasten seit Jahren. Jede/r sucht nach Lebensperspektiven, wünscht sich geistigen Halt und erhofft sich Geborgenheit in der Spiritualität und in der Musik. Der Gottesdienst (zweimal monatlich) ist mit seinen verschiedenen Musikern ein Gesamtkunstwerk.

Ein guter, aufbauender Gedanke sollte hängenbleiben. Eine verständliche Sprache, frei von frommen Gemeinplätzen und heilig klingenden Plattheiten, wird von den Predigthörenden erwartet; ebenso eine lebendige gegenwartsorientierte, menschenbezogene Verkündigung. Der Gottesdienst muss Sinnfindung bieten, der Besuch muss sich lohnen. Im Mittelpunkt der Predigt stehen drei Denkanstöße: - Jesus holt Menschen aus dem Abseits und schenkt neue Zukunftschancen - Wertschätzung lässt Menschen aufleben - Eine Freude machende Tätigkeit beflügelt zum Neustart im Alltag.

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Heinz Janssen
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